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Notizen und Gedanken von Andreas Marc Klingler

Schlagwort: Kommunikationsmittel

Multilinguales Twitter

Es wäre so schön, wenn man ohne Hilfskrücken Tweets in mehreren Sprachen verfassen könnte. Ich habe früher schon aus Spanien heraus probiert, Tweets in mehreren Sprachen zu verfassen, aber alles funktioniert nicht richtig.

  • Setze ich für jede Sprache ein Konto auf, ist das zu hoher Aufwand bei Einrichtung und Pflege. Auf beiden Seiten.
  • Schreibe ich über einen Benutzer mehrsprachige Tweets, artet es schnell zu Spam für die meisten aus.

Ideal wäre, wenn Benutzer beim Folgen immer auch eine Menge von Sprachen auswählen könnten, in denen dieser Benutzer angegeben hat, auch zu twittern. Um dann nur Tweets in den ausgewählten Sprachen zu erhalten. Auf der Eingabeseite gäbe es je Sprache einen Tweet-Dialog und man kann entscheiden, ob man nur in einer oder mehreren Sprachen den Tweet direkt reintippt.

Leider hat so etwas ja meines Wissens bisher auch kein alternativ-gehypter Dienst realisiert. Und wenn so eine Funktionalität nicht fest eingebaut wäre, sondern von Benuzern nachträglich hinzugefügt werden müsste, würde das wahrscheinlich auch nicht benutzerfreundlich funktionieren. Egal, wie offen die Plattform dann wäre.

Schade. Wahrscheinlich wird so etwas auch nie realisiert, weil solche Plattformen bisher immer im monolingualem Umfeld entstanden sind.

Präventives E-Mail-Blacklisting großer Provider

Es passiert nicht oft, dass ich einen Server mit einem E-Mail-System umziehe oder einen neuen aufsetze. Aber es ist jedesmal wieder eine Qual.

Damit meine ich jetzt nicht einmal die Einrichtung der E-Mail-Serverdienste an sich. Das ist zwar natürlich auch eine Qual, aber das ist längt bekannt.

In den letzten Jahren machen große E-Mail-Provider (Microsoft [Hotmail, live]; Yahoo, Google, usw.) immer mehr Probleme beim Empfang von E-Mails. Besonders rabiat ist Microsoft: E-Mails von unbekannten Server werden oft gar nicht mehr akzeptiert. Überhaupt nicht mehr. Man muss nichts böses getan haben, um eine IP in Verruf zu bringen. Man muss sie nur zum ersten Mal nutzen und wird sofort als Spam-Schleuder identifiziert und blockiert. Nicht nur verdächtigt.

Das entspricht nicht gerade dem Geist des offenen Netzes. Auf der anderen Seite kann ich aber auch nicht bestreiten, dass diese Maßnahme ihnen vermutlich viel Spam erspart in einer Welt, in der gefühlt immer weniger auf selbstgehostete Dienste zurückgreifen und ihre E-Mails wenigen großen Diensten anvertrauen, die natürlich selbst dafür sorgen, dass ihre E-Mails immer ankommen.

Unverständlicherweise enthalten die zurückgehenden E-Mails oft nicht mal genaue Anweisungen, wie man seine IP-Adresse von der Schwarzen Liste entfernen könnte. Die E-Mails enthalten zwar oft Fehlercodes, aber selbst die darin angegebenen Seiten liefern keine Anhaltspunkte darüber, wie man dem begegnen könnte. Wie bei Microsoft:

Final-Recipient: rfc822; …@hotmail.de
Action: failed
Status: 5.0.0
Remote-MTA: dns; mx2.hotmail.com
Diagnostic-Code: smtp; 550 SC-001 (BAY004-MC4F57) Unfortunately, messages from
78.47.161.86 weren’t sent. Please contact your Internet service provider
since part of their network is on our block list. You can also refer your
provider to http://mail.live.com/mail/troubleshooting.aspx#errors.

Google blockiert E-Mails von unbekannten Servern immerhin erst nach einer gewissen Anzahl von E-Mails nach einer bestimmten Zeit. Durchaus sinnvoll, aber wenn sogar kleine Dienste wie Tandem Rhein-Main da binnen weniger Stunden reinfallen, ist das Limit vielleicht doch etwas klein.

Final-Recipient: rfc822; …@gmail.com
Action: failed
Status: 5.7.1
Remote-MTA: dns; gmail-smtp-in.l.google.com
Diagnostic-Code: smtp; 550-5.7.1 [2a01:4f8:c17:1eec::2       1] Our system has
detected an unusual rate 550-5.7.1 of unsolicited mail originating from
your IP address. To protect our 550-5.7.1 users from spam, mail sent from
your IP address has been blocked. 550-5.7.1 Please visit 550-5.7.1
https://support.google.com/mail/answer/81126 to review our Bulk Email 550
5.7.1 Senders Guidelines. js6si127824210wjb.211 – gsmtp

Die wichtigen Seiten für beide Provider, um einen Antrag  zur Freischaltung von IP-Adressen zu stellen, sind erst nach einiger Sucherei zu finden. Wer dieses Problem also auch mal haben sollte, sollte sich folgende Links merken:

Erfahrungsgemäß erfolgt die Bearbeitung binnen weniger Stunden und man bekommt eine E-Mail, dass die IP bis auf weiteres freigegeben ist.

Unser selbst im Netz

Wer sind wir im digitalen Netz? – Diese hochspannende Frage hatte mich gleich elektrisiert, als ich sie letzte Woche zum ersten Mal gelesen hatte. Das Netz verändert Quantität und Qualität von sozialen Interaktionen, ermöglicht neue Lebensweisen und ein vielfältigeres „Sein“. So wie die digitale Welt immer stärker in unsere natürliche Welt eindringt, gibt es immer stärkere Wechselwirkungen zwischen unserer „realen Identität“ und unseren „virtuellen“ Identitäten (die ich hier schon deswegen in Anführungszeichen setze, weil sie sich (sicherlich nicht nur) für mich nicht (mehr) wirklich so „virtuell“ anfühlen).

Hochspannendes Thema. Gestern war ich auf der vom Forschungskolleg Humanwissenschaften der Goethe-Universität Frankfurt veranstalteten Podiumsdiskussion über dieses Thema. Aus der Diskussion hätte viel werden können, wenn man Constanze Kurz und Kathrin Passig frei hätte reden und leiten lassen. Stattdessen haben sie (mal wieder) aus der Verteidigungsstellung heraus gegen die schrecklichen Gefahren dieses bösen Internetzes = Facebook argumentieren müssen. Die klugen Gedanken, die dort erwähnt wurden, waren mir bereits geläufig und Sätze wie „Am Internet beteiligte Produzenten wie Twitter“ sagen eigentlich schon genug aus. (Wobei ich nicht erfahren habe, aus welchen Fabrikhallen das Internet denn nun in die weltweite Welt ausgeliefert wird.)

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RSS-Aggregator wie Google Reader auf eigenem Server

In dem Beitrag Über den Umgang mit RSS erwähnte ich, dass ich noch keine vernünftige Software gefunden hatte, mit der ich RSS-Feeds wie in Google Reader zentral übers Web lesen kann und auf einem eigenen Server läuft.

Über den Kommentar von Nightwolf habe ich endlich eine tolle Lösung gefunden: rssLounge. Die web-basierte OpenSource-Software verfügt sogar über eine zusätzliche Filterebene, um auch bei mehreren hundert RSS-Feeds nicht den Überblick zu verlieren.

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Neugestaltung von gedanken.akde

Nachdem ich mein Twitter-Engagement etwas hochgefahren habe (bedingt durch die Konten-Zusammenlegung) ist mir immer mehr bewusst geworden, wie unpraktisch, „teuer“, „fett“ etc. das normale „Blog-Layout“ auf gedanken.andreas-klingler.de ist. Das typische Blog-Layout, das ich im Kopf habe und das auch auf gedanken.akde war, ist für längere Texte ausgelegt. Meine Beiträge auf gedanken.akde bestehen aber überwiegend aus sehr kurzen Einträgen, für die das vorherige Layout nicht sinnvoll war. Unter anderem sind für Ein-Satz-Beiträge Überschriften sinnlos.

Daher habe ich das Layout nun geändert und das Blog „Tumblr-mäßig“ umgebaut. Ich glaube, dass die Inhalte so besser präsentiert werden und es gerade zum Stöbern angenehmer ist.

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Höhere E-Mail-Effektivität durch zusätzliche Kopfdaten

Ich habe mich neulich wieder darüber geärgert, dass ich eine Information nicht mitbekommen habe, die mittendrin in einer E-Mail mit (zu) langem und schlecht strukturiertem Text gewesen ist.

Das muss doch nicht sein… Daher an alle: Ein Tipp für bessere E-Mails: Fügt Kopfdaten ein, die kurz und knapp alle relevanten Informationen einer E-Mail enthalten. Empfänger können dann auf einen Blick erkennen, um was es geht und welche Aktion an welchem Ort nötig ist. (Aktualisierung, 12:49 Uhr: Die Kopfdaten sind im E-Mail-Text enthalten; nicht in dem „E-Mail-Header“!)

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