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Notizen und Gedanken von Andreas Marc Klingler

Schlagwort: Web

Piwik: Goog­le Ana­ly­tics ohne Goog­le

Ich ver­zich­te seit jeher auf die Ein­bin­dung exter­ner Tracking-Diens­te auf mei­nen Web­sei­ten, Blogs und den meis­ten Platt­for­men. Auch wenn ich öfters mir schon gewünscht habe, doch über bestimm­te Infor­ma­tio­nen zu ver­fü­gen, die mir Log­files nicht her­ge­ben. Etwa über sol­che Sachen wie Bild­schirm­auf­lö­sung, geord­ne­te Sei­ten-Sequen­zen, Lan­des-Über­sich­ten usw., ver­ständ­lich zusam­men­ge­fasst und auf­be­rei­tet.

Als ich über tech­ni­sche Ver­bes­se­run­gen von thewholestory.de nach­ge­dacht habe, bin ich dabei eher zufäl­lig auf Piwik gesto­ßen. Piwik ist eine Open­Sour­ce-Ana­ly­tics-Soft­ware wie Goog­le Ana­ly­tics — selbst­ge­hos­tet! Mit ein­ge­bau­ten Daten­schutz­funk­tio­nen wie Do-Not-Track und IP-Ver­schleie­rung, aber trotz­dem sehr mäch­tig um einen sehr guten Ein­blick über die Benut­zer­grup­pen zu bekom­men, die sich so auf den eige­nen Sei­ten tum­meln.

Man kann damit auch die bis­he­ri­gen Apa­che-Log­files par­sen, womit zwar vie­le Infor­ma­tio­nen nicht mehr nach­träg­lich impor­tiert wer­den kön­nen, aber man trotz­dem von dem Start an sich vie­le Sta­tis­ti­ken anse­hen kann. Mei­ne Ser­ver wer­ten gera­de eini­ge Giga­byte an Log­files aus, aber ich leg’ Piwik schon mal euch allen ans Herz! Natür­lich ins­be­son­de­re auch denen, die der­zeit noch Goog­le Ana­ly­tics benut­zen.

Neue Mög­lich­kei­ten mit WebRTC

Ich habe mir schon vor län­ge­rem vor­ge­nom­men, mich mal aus­gie­big mit WebRTC zu beschäf­ti­gen. Mit die­ser noch in der Ent­wick­lung befind­li­chen Web-Tech­nik wird es mög­lich, belie­bi­ge Daten in Echt­zeit direkt zwi­schen Brow­sern zu über­tra­gen. Zum Bei­spiel ist damit eine Anwen­dung wie Sky­pe nativ im Brow­ser mög­lich — ohne den Umweg über US-Ser­ver, die alles unbe­grenzt spei­chern.

Sehr span­nend. Letz­ten Mon­tag fand im Beta­haus das ers­te WebRTC-Tref­fen statt; mit tol­len Leu­ten und Vor­trä­gen. Eini­ge Noti­zen:

  • In Mac OS ist seit eini­ger Zeit der Dienst Air­Drop ein­ge­baut. Damit kann man im loka­len Netz zwi­schen zwei Macs Datei­en aus­tau­schen. Und zwar idio­ten­si­cher. Genau die­sen Dienst gibt es jetzt auch als Web-Platt­form unter sharedrop.io. Im loka­len Netz kann man zwi­schen zwei Rech­nern damit auch platt­form­un­ab­hän­gig Datei­en aus­tau­schen, ohne irgend­wel­che Ser­ver-/Cli­ent-Geschich­ten auf­set­zen zu müs­sen.
  • Brow­ser-zu-Brow­ser-Tele­fo­nie wird mög­lich. Zwi­schen zwei Brow­sern klappt das direkt, und mit einem Pro­xy-Dienst auch mit dem Fest­netz. Die Live-Demo eines Test­pro­jekts lief ein­wand­frei.
  • Falls auf­grund von NAT oder ande­ren Netz­werk­ein­schrän­kun­gen kei­ne direk­te Ver­bin­dung zwi­schen zwei Brow­sern mög­lich ist, kann man einen Dienst auf einem gemein­sa­men Ser­ver auf­set­zen, der bei­de „ver­bin­det“. Wenn die Daten über die­sen Ser­ver lau­fen, ist das natür­lich sicher­heits­tech­nisch erst­mal nicht so schön, aber das garan­tiert wenigs­tens die Ver­füg­bar­keit. Und da die Tech­nik dezen­tral ist, las­sen sich hun­dert­tau­sen­de WebRTC-Ser­ver natür­lich auch nicht so ein­fach über­wa­chen wie z.B. nur Sky­pe-Ser­ver.
  • Ich dach­te bis­her bei dem Begriff WebRTC bis­her pri­mär an „Sky­pe ohne Über­wa­chungs­in­fra­struk­tur direkt im Brow­ser“. Aber abs­trakt gese­hen geht es um direk­ten Aus­tausch belie­bi­ger Daten zwi­schen Brow­sern. Das eröff­net ein gewal­ti­ges Feld an neu­en Mög­lich­kei­ten.

Ich glau­be, wir wer­den in Zukunft vie­le Diens­te mit die­ser Tech­nik sehen, wel­che die Gren­ze zwi­schen Desk­top- und Brow­ser-Anwen­dung wei­ter ver­wi­schen wer­den.

Hob­by-Foto­gra­fen­fin­der für Blog­ger

Auf dem letz­ten Blo­gUp Ber­lin-Tref­fen habe ich am Ran­de auch von der Schwie­rig­keit man­cher Blog­ger erfah­ren, (Hob­by-) Foto­gra­fen zu fin­den. Etwa für Mode- oder Lokal­blogs.

Schnell ging mir durch den Kopf: Es fehlt eine ein­fa­che Platt­form, auf der Hob­by-Foto­gra­fen Pro­fi­le anle­gen kön­nen, um von Blog­gern oder ande­ren gefun­den wer­den zu kön­nen. Die Blog­ger erhal­ten gute Bil­der und die Hob­by-Foto­gra­fen kön­nen ihre Krea­ti­vi­tät auch mal in ande­rem Umfeld aus­to­ben.

Auf die schnel­le habe ich kei­ne sol­che Platt­form gefun­den. Wahr­schein­lich muss sie noch erstellt wer­den. Ich wür­de mich direkt auf einer sol­chen anmel­den.

Also, wer hat hier gera­de zu viel Zeit?