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Notizen und Gedanken von Andreas Marc Klingler

Kategorie: Netzleben (Seite 1 von 3)

Mehr mobiles Datenvolumen mit VPN

Vor einiger Zeit hat eine meiner Schwestern erwähnt, dass sie offenbar ein höheres Datenvolumen hat, wenn sie ständig das VPN benutzt. (OpenVPN in diesem Fall, was bei uns zu Hause auf einem Server terminiert.) Das fand ich komisch, denn der Provider zählt die Daten ja unabhängig vom Protokoll.

Als mich diese Schwester vor einigen Tagen vom Flughafen abgeholt hat, hat sie das erfreut wieder gesagt; und tatsächlich – iOS zeigte einen Verbrauch von 410 MB an und das Netz lief ohne Drosselung. (Sie hat einen Prepaid-Tarif mit 300 MB.)

Plötzlich kam mir die Erleuchtung – OpenVPN komprimiert die Daten vor der Verschlüsselung! Die Daten werden in iOS auf unterer Ebene vom VPN erst entpackt und gehen erst dann in die Zählung ein. Und der Provider zählt natürlich nur die komprimierten Pakete. Je nachdem, wie gut sich die übertragenen Daten komprimieren lassen, kann man damit also durchaus ein größeres Datenvolumen nutzen als das, was man bezahlt.

Also dann: VPN an. Immer.

Multilinguales Twitter

Es wäre so schön, wenn man ohne Hilfskrücken Tweets in mehreren Sprachen verfassen könnte. Ich habe früher schon aus Spanien heraus probiert, Tweets in mehreren Sprachen zu verfassen, aber alles funktioniert nicht richtig.

  • Setze ich für jede Sprache ein Konto auf, ist das zu hoher Aufwand bei Einrichtung und Pflege. Auf beiden Seiten.
  • Schreibe ich über einen Benutzer mehrsprachige Tweets, artet es schnell zu Spam für die meisten aus.

Ideal wäre, wenn Benutzer beim Folgen immer auch eine Menge von Sprachen auswählen könnten, in denen dieser Benutzer angegeben hat, auch zu twittern. Um dann nur Tweets in den ausgewählten Sprachen zu erhalten. Auf der Eingabeseite gäbe es je Sprache einen Tweet-Dialog und man kann entscheiden, ob man nur in einer oder mehreren Sprachen den Tweet direkt reintippt.

Leider hat so etwas ja meines Wissens bisher auch kein alternativ-gehypter Dienst realisiert. Und wenn so eine Funktionalität nicht fest eingebaut wäre, sondern von Benuzern nachträglich hinzugefügt werden müsste, würde das wahrscheinlich auch nicht benutzerfreundlich funktionieren. Egal, wie offen die Plattform dann wäre.

Schade. Wahrscheinlich wird so etwas auch nie realisiert, weil solche Plattformen bisher immer im monolingualem Umfeld entstanden sind.

Simquadrat und SMS: Probleme, Probleme, Probleme

Seit einigen Jahren nutze ich Simquadrat als primären Mobilfunkprovider. Ich kann fast nur gutes darüber berichten. Besonders gefallen mir die monatlich kündbaren und hinzubuchbaren Leistungen, die ich je nach Bedarf online direkt an- und ausschalten kann. Und natürlich die API, über mich Icinga bei Server-Problemen auch direkt per SMS informieren kann.

Aber ja, mit dem SMS-Dienst hat Simquadrat offenbar starke Probleme. Automatisierte SMS-Nachrichten, wie sie z.B. zur Kontobestätigung von Diensten verschickt werden, kommen oft nicht an. „Normaler“ SMS-Versand, also von anderen Mobiltelefonen, geht einwandfrei.

Letzte Woche habe ich das bei zwei Diensten gemerkt, bei denen ich mich neu angemeldet habe, aber tagelang vor einer Wand saß und nichts machen konnte. Der Fehler ist bei Dienstanbietern auch bekannt, was dafür spricht, dass ich kein Einzelfall bin. Man liest dann vom Support Sätze wie:

(…) leider ist Ihr Mobilfunkprovider inkompatibel mit den von uns verwendeten Providern, sodass SMS in aller Regel nicht ankommen. Innerhalb der deutschen Netze stellt dies eine absolute Ausnahme dar.

Daraus folgt dann ein hick-hack mit E-Mails und Telefonanrufen, bis man weiterkommt, auch ohne eine SMS erhalten zu können. Ein anderer Anbieter sagte mir am Telefon, dass dies ein leidiges Thema sei und man schon seit längerem bemüht sei, eine Insellösung zu schaffen, damit die Kunden von Simquadrat nicht komplett außen vor blieben.

Was läuft da bei denen bloß schief? Schade.

Wer also erwägt, zu Simquadrat zu wechseln, sollte sich darüber im klaren sein, dass automatisierte SMS-Nachrichten oft nicht ankommen und dies zu Problemen bei Kontobestätigungen oder ähnlichem führen kann.

Das spricht nicht grundsätzlich gegen Simquadrat. Aber ich finde es wichtig, dass man diese Information hat. Es ist somit trotz aller anderen Vorteile kein komplett funktionierendes Mobilfunkkonto.

Präventives E-Mail-Blacklisting großer Provider

Es passiert nicht oft, dass ich einen Server mit einem E-Mail-System umziehe oder einen neuen aufsetze. Aber es ist jedesmal wieder eine Qual.

Damit meine ich jetzt nicht einmal die Einrichtung der E-Mail-Serverdienste an sich. Das ist zwar natürlich auch eine Qual, aber das ist längt bekannt.

In den letzten Jahren machen große E-Mail-Provider (Microsoft [Hotmail, live]; Yahoo, Google, usw.) immer mehr Probleme beim Empfang von E-Mails. Besonders rabiat ist Microsoft: E-Mails von unbekannten Server werden oft gar nicht mehr akzeptiert. Überhaupt nicht mehr. Man muss nichts böses getan haben, um eine IP in Verruf zu bringen. Man muss sie nur zum ersten Mal nutzen und wird sofort als Spam-Schleuder identifiziert und blockiert. Nicht nur verdächtigt.

Das entspricht nicht gerade dem Geist des offenen Netzes. Auf der anderen Seite kann ich aber auch nicht bestreiten, dass diese Maßnahme ihnen vermutlich viel Spam erspart in einer Welt, in der gefühlt immer weniger auf selbstgehostete Dienste zurückgreifen und ihre E-Mails wenigen großen Diensten anvertrauen, die natürlich selbst dafür sorgen, dass ihre E-Mails immer ankommen.

Unverständlicherweise enthalten die zurückgehenden E-Mails oft nicht mal genaue Anweisungen, wie man seine IP-Adresse von der Schwarzen Liste entfernen könnte. Die E-Mails enthalten zwar oft Fehlercodes, aber selbst die darin angegebenen Seiten liefern keine Anhaltspunkte darüber, wie man dem begegnen könnte. Wie bei Microsoft:

Final-Recipient: rfc822; …@hotmail.de
Action: failed
Status: 5.0.0
Remote-MTA: dns; mx2.hotmail.com
Diagnostic-Code: smtp; 550 SC-001 (BAY004-MC4F57) Unfortunately, messages from
78.47.161.86 weren’t sent. Please contact your Internet service provider
since part of their network is on our block list. You can also refer your
provider to http://mail.live.com/mail/troubleshooting.aspx#errors.

Google blockiert E-Mails von unbekannten Servern immerhin erst nach einer gewissen Anzahl von E-Mails nach einer bestimmten Zeit. Durchaus sinnvoll, aber wenn sogar kleine Dienste wie Tandem Rhein-Main da binnen weniger Stunden reinfallen, ist das Limit vielleicht doch etwas klein.

Final-Recipient: rfc822; …@gmail.com
Action: failed
Status: 5.7.1
Remote-MTA: dns; gmail-smtp-in.l.google.com
Diagnostic-Code: smtp; 550-5.7.1 [2a01:4f8:c17:1eec::2       1] Our system has
detected an unusual rate 550-5.7.1 of unsolicited mail originating from
your IP address. To protect our 550-5.7.1 users from spam, mail sent from
your IP address has been blocked. 550-5.7.1 Please visit 550-5.7.1
https://support.google.com/mail/answer/81126 to review our Bulk Email 550
5.7.1 Senders Guidelines. js6si127824210wjb.211 – gsmtp

Die wichtigen Seiten für beide Provider, um einen Antrag  zur Freischaltung von IP-Adressen zu stellen, sind erst nach einiger Sucherei zu finden. Wer dieses Problem also auch mal haben sollte, sollte sich folgende Links merken:

Erfahrungsgemäß erfolgt die Bearbeitung binnen weniger Stunden und man bekommt eine E-Mail, dass die IP bis auf weiteres freigegeben ist.

lichtspiele.akde in neuem Licht

Die letzten Wochen habe ich mir immer wieder mal ein paar Stunden Zeit zur Neugestaltung meines Photoblogs lichtspiele.akde genommen. Die erste Version ist jetzt online.

Das Layout der alten Seite von 2009 war längst nicht mehr auf der Höhe der Zeit. Es war nicht einmal responsiv und hatte zudem den falschen Charakter – den eines Text-Blogs. Ich habe es zwar stark angepasst, um den Photos den Mittelpunkt zu geben, aber so richtig zufrieden bin ich damit nicht gewesen.

lichtspiele.akde bis Ende Januar 2016

In dem neuen Layout steht jetzt immer nur ein Bild im Mittelpunkt. Ohne Ablenkung. Selbst der Titel, Beschreibung und Meta-Daten sind einen Klick entfernt. Bei Testläufen mit einem dutzend Personen habe ich dazu unterschiedliches Feedback erhalten; mich aber bewusst dafür entschieden, da die Photos der Mittelpunkt sein sollen.

Auch habe ich mich von WordPress gelöst, da ich den entsprechenden Minimalismus und Stil damit nicht erreichen konnte. Was nicht an WordPress liegt – es ist nur einfach für meine Zwecke und Anforderungen die falsche Software gewesen. Im Endeffekt habe ich jetzt mein eigenes CMS gebaut. – Naja, wenn man es so nennen mag: Ein Ruby-Skript generiert anhand einer HTML-Vorlage für jedes Photo eine Datei und ersetzt die Texte darin ensprechend nach den EXIF-/XMP-Daten eines jeden Bildes. Schlank, bequem, statisch.

Etwas, was jetzt erstmal draußen ist, aber langfristig wieder rein soll, sind kommunikative Elemente. So sind die bisherigen Kommentare erstmal weg. Kommentare und diverse Teil-Buttons will ich in Zukunft noch einfügen.

Vielleicht wird auch noch eine Galerie folgen, auf der man alle Photos verkleinert sehen kann. Bei diesem Punkt kämpfe ich aber noch etwas mit mir, da dies den Fokus der einzelnen Photos aufweichen würde. Besucher würden dann vielleicht nur auf auf die Galarie-Seite gehen, sich einzeln drei Photos ansehen, aber nie das besondere in einigen Bildern erkennen, was man auf Miniaturbildern einfach nicht sehen kann. Hm. Mal schauen.

lichtspiele.akde in neuem Layout seit Februar 2016

Stöbert mal durch. Meinungen, Kritik und Ideen dürfen hier als Kommentar eingestellt werden.

Stellensuche über Twitter

Nach dem Lesen eines Blog-Beitrages über Jobsuchmaschinen ist mir wieder eingefallen, wie effektiv Twitter dafür sein kann. Auch wenn die meisten an diesen Kanal für die Stellensuche wahrscheinlich überhaupt nicht denken. (Vorsorglicher Hinweis: Ich suche keine Arbeit. Ich lese nur das verlinkte Blog.)

Auf Twitter findet man weniger BWLer-Blablabla, sondern knappe Hinweise auf sehr neue oder noch gar nicht veröffentlichte Stellenanzeigen. Und oft nicht mal auf Stellenanzeigen sondern nur auf Bemerkungen, dass demnächst jemand gesucht wird und sich Interessenten schon mal melden können – bevor irgendetwas auf anderen Kanälen darüber veröffentlicht wird.

Die Qualität von solchen „Stellenanzeigen“ ist subjektiv höher als Durchschnittsanzeigen. Man erfährt sehr schnell von offenen Stellen oder Stellen, die woanders noch gar nicht ausgeschrieben worden sind. Und man kann sofort und unbürokratisch wie Twitter nunmal ist auch gleich Kontakt aufnehmen und erhält sehr schnell eine erste Reaktion die einem zeigt, ob es sich überhaupt lohnt, sich dort weiter zu bewerben.

Vorgehen:

  • Man definiere Suchanfragen (z.B. in Tweetbot oder anderer Twitter-Software) etwa in der Art „<ort> AND <gebiet>“, also z.B. „berlin AND rails“ oder „frankfurt AND java“. Wichtig ist, dass AND auch wirklich groß zu schreiben, ansonsten wird das oft nicht als boolscher Operator verstanden.
  • Diese Suchanfragen führt man immer wieder aus. Ich habe in der jeweiligen Zeit einige Male täglich die Suchen ausgeführt und so sofort gesehen, wenn es etwas neues gab.

Ob sich eine Stellensuche über Twitter lohnt, hängt natürlich sehr stark von dem jeweiligen Gebiet ab. Aber daran zu denken, kann nicht schaden.

Nächstes Kleinprojekt: inlandsblogs.de

Vor einigen Wochen habe ich auslandsblogs.de gestartet, ein Verzeichnis deutschsprachiger Blogs in der Welt zum Entdecken von eben dieser. Da ich ja auch etliche Blogs von Nicht-Deutschen lese, die hier leben und über Deutschland schreiben, ist es nur folgerichtig, dafür auch eine Plattform zu machen: inlandsblogs.de heißt sie.

Fremdsprachenkenntnisse sind natürlich „von Vorteil“, da die meisten Blogs nicht auf Deutsch verfügbar sind. Die kleine Vorauswahl ist auch jetzt noch stark Portugiesisch-lastig, aber das wird sich im Laufe der Zeit ändern.

 

Rückblick auf das Communication Camp 02

Auf dem Webmontag Frankfurt wurde im Januar die Veranstaltung Communication Camp vorgestellt. Sie wird von Studierenden der ehemaligen FH Darmstadt, heute h_da, organisiert und ist eine Art Barcamp für Interessierte aus dem IT-/Design- und Kommunikationsbereich.

Ziel ist die Unterstützung einer kulturellen oder sozialen Organisation bei der Kommunikation von Netzmedien. (Ich wollte eben schon ’neue Medien‘ schreiben; aber das machen hoffentlich nur noch Internetausdrucker^^.) Der Fokus liegt aber im Gegensatz zu den meisten Barcamps auf der Umsetzung und nicht nur im Gedankenaustausch und Vernetzen.

Projektpartner des vergangenen CC02 sind die Kulturhäppchen Darmstadt gewesen. Die Kulturhäppchen sind eine Veranstaltungsreihe, die jeden Dienstag im Schlosskeller mit verschiedenen Schwerpunkten stattfindet. Am bekanntesten ist die Early Late Night Show (auch SNodLDaD genannt), die seit diesem Jahr alle zwei Monate stattfindet und unter anderem die Lokalpolitik und -kultur satirisch begleitet.

Die während des CC02 anwesenden Macher der Kulturhäppchen haben für ihre Online-Kommunikation Hilfe gebraucht, da sie sich „besser“ präsentieren wollen. Betrachten wir uns dazu die (noch kurze Zeit) wie folgt aussehende Webseite:

Ja, Hilfe ist tatsächlich nötig! :-)

Nach einer Einführung, Vorstellung und ersten Konzeptgesprächen am Freitag Abend ging es dann ab Samstag früh an die Umsetzung. In Arbeitskreisen (wie man das auf der KIF nennen würde) bzw. in Sitzungen haben die Teilnehmer verschiedene Aufgabenstellungen bearbeitet, immer zusammen mit einem „Kulturhäppchen“ in jeder Gruppe. Am Ende des Tages hatten diese unter anderem sehr viele neue Einblicke, Anregungen, ein kleines CI, einen neuen Auftritt bei einem bösen sozialen Netz, einen überarbeiteten YouTube-Auftritt mit einem tollen Intro-Video und eine angefangene WordPress-Seite. (Die vermutlich noch fertiggestellt wird. Generell wird man die Ergebnisse hoffentlich bald online sehen.)

Ich fand die Veranstaltung sehr interessant; insbesondere, weil die Mehrheit der (größtenteils studentischen) Teilnehmer aus dem Medien-/Kommunikations-/PR-Umfeld stammte, was die Veranstaltung deutlich von den anderen mir bekannten Veranstaltungen abhob. Und ja, jetzt werde ich etwas fies: Nämlich weniger effektiv.

Als es sich am Freitag Abend herauskristallisierte, dass eine WordPress-Installation als neuer Auftritt der Kulturhäppchen mit statischem Vorstellungsbereich und einem Blog für die verschiedenen Formate sinnvoll wäre, bin ich noch davon ausgegangen, dass das am Ende des nächsten Tages auch stehen würde. Stattdessen haben sich die dafür zuständigen Gruppen am Samstag sehr lange mit der Strukturierung, dem Inhalt der Inhalte beschäftigt und Layout-Vorlagen in Photoshop (!?) erstellt.

Wenn ich das rückblickend gewusst hätte, hätte ich mich in diesem Bereich mehr eingebracht. Ich dachte, dass das „so trivial“ ist, dass das da genug können und ich mich anderen Dingen zuwenden kann, bei denen ich auch noch etwas lerne. Aber die technische Umsetzung ist für die meisten Teilnehmer keinesfalls „trivial“. Das war mein Denkfehler.

Beim nächsten Mal könnte man zu Beginn versuchen herauszufinden, wie gut sich welche Teilnehmer mit welchen Techniken auskennen. Auf diese Informationen kann man dann zurückgreifen und so eher gewährleisten, dass die Teilnehmer ihr Wissen und ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten zielorientiert einbringen können. Das könnte durch eine (geführte!) Vorstellungsrunde geschehen oder durch eine Tafel, an der sich Teilnehmer in einer Tabelle der Form „Technik/Kenntnisse“ eintragen.

Überhaupt ist mir auch aufgefallen, dass die Kenntnisse der Teilnehmer über Web-Techniken stark unterschiedlich gewesen sind. Viele Techniken sind fast niemandem bekannt gewesen. Das hat dazu geführt, dass einige Teilnehmer, weil sie ja nur Facebook kennen, „zwangsweise“ alles erstmal in Facebook haben realisieren wollen. Und durch ihre Unkenntnis nicht sehen konnten, dass man manches  vielleicht besser mit einem Wiki, einem Pad, einer Mailingliste, einer API usw. hätte umgesetzt werden können. Um dem entgegenzuwirken, könnte eine Kurzpräsentation zu Beginn helfen, auf der jemand, der sich auskennt, kurz etwas über die Vielzahl möglicher Techniken und ihren Vor- und Nachteilen erzählt, die für die kommenden Aufgaben relevant sein könnten. Und generell dafür zu sensibilisieren, dass man eine Technik nicht nur deswegen lautstark forcieren sollte, weil man keine andere kennt… |-/

Aufgrund des unterschiedlichen Wissens hätte meines Erachtens auch eine Art „Definitionswand“ geholfen. Also ein Bereich, auf dem sich die Teilnehmer über die Bedeutung bestimmter Begriffe verständigen. Sonst passiert es wieder, dass u.a. mehrfach für einige gilt Webseite = Blog, für andere Webseite != Blog; Archiv = eigene-Webpräsenz-unabhängig-vom-Blog, gegenüber Archiv = Blog-Beiträge-mit-Tag-Archiv, oder auch Archiv = Alte-Blog-Beiträge usw. Diese Missverständnisse zu klären, kostete jedesmal Zeit.

Aus organisatorischer Hinsicht haben die studentischen Organisatoren ihre Sache gut gemacht und die Veranstaltung flüssig geleitet. Was ich mir aber rückblickend mehr gewünscht hätte, wäre eine stärkere Zielorientierung in Hinblick auf das Blog gewesen. Es waren genug Teilnehmer da, um ein fertiges Blog bis zum Abend auf die Beine zu stellen, dass man jederzeit noch hätte erweitern können. Stattdessen wurde aber bis zum Schluss an sehr vielen Baustellen gleichzeitig gearbeitet, wodurch einige Ergebnisse noch nicht rund waren. Mit einer genauen Zielformulierung und Beschränkung der Aufgabenbreite hätte man vielleicht einige Baustellen völlig abschließen können, anstatt etliches nur fast-fertig zu machen.<spekulation>Evtl. wäre ein agiles Vorgehen (wie eine Ableitung von Scrum) besser gewesen.</spekulation>

Ein weiterer Bericht über das CC02 findet sich übrigens bei @contentwerk.

Von großem Wert für mich waren natürlich (wie üblich auf solchen Veranstaltungen) die vielen Gespräche mit den Teilnehmern, aus denen ich für mich einige Ideen und neue Blickwinkel gewinnen konnte und evtl. sogar demnächst ein kleines iOS-Projekt mit jemandem machen werde.

Insgesamt haben sich die 1,25 Tage für mich gelohnt und ich würde auch gerne bei der nächsten Veranstaltung mitmachen, wenn es zeitlich passen sollte.

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