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Notizen und Gedanken von Andreas Marc Klingler

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Neue Mög­lich­kei­ten mit WebRTC

Ich habe mir schon vor län­ge­rem vor­ge­nom­men, mich mal aus­gie­big mit Web­RTC zu beschäf­ti­gen. Mit die­ser noch in der Ent­wick­lung befind­li­chen Web-Tech­nik wird es mög­lich, belie­bi­ge Daten in Echt­zeit direkt zwi­schen Brow­sern zu über­tra­gen. Zum Bei­spiel ist damit eine Anwen­dung wie Sky­pe nativ im Brow­ser mög­lich — ohne den Umweg über US-Ser­ver, die alles unbe­grenzt spei­chern.

Sehr span­nend. Letz­ten Mon­tag fand im Beta­haus das ers­te Web­RTC-Tref­fen statt; mit tol­len Leu­ten und Vor­trä­gen. Eini­ge Notizen:

  • In Mac OS ist seit eini­ger Zeit der Dienst Air­Drop ein­ge­baut. Damit kann man im loka­len Netz zwi­schen zwei Macs Datei­en aus­tau­schen. Und zwar idio­ten­si­cher. Genau die­sen Dienst gibt es jetzt auch als Web-Platt­form unter sharedrop.io. Im loka­len Netz kann man zwi­schen zwei Rech­nern damit auch platt­form­un­ab­hän­gig Datei­en aus­tau­schen, ohne irgend­wel­che Ser­ver-/Cli­ent-Geschich­ten auf­set­zen zu müssen.
  • Brow­ser-zu-Brow­ser-Tele­fo­nie wird mög­lich. Zwi­schen zwei Brow­sern klappt das direkt, und mit einem Pro­xy-Dienst auch mit dem Fest­netz. Die Live-Demo eines Test­pro­jekts lief einwandfrei.
  • Falls auf­grund von NAT oder ande­ren Netz­werk­ein­schrän­kun­gen kei­ne direk­te Ver­bin­dung zwi­schen zwei Brow­sern mög­lich ist, kann man einen Dienst auf einem gemein­sa­men Ser­ver auf­set­zen, der bei­de „ver­bin­det“. Wenn die Daten über die­sen Ser­ver lau­fen, ist das natür­lich sicher­heits­tech­nisch erst­mal nicht so schön, aber das garan­tiert wenigs­tens die Ver­füg­bar­keit. Und da die Tech­nik dezen­tral ist, las­sen sich hun­dert­tau­sen­de Web­RTC-Ser­ver natür­lich auch nicht so ein­fach über­wa­chen wie z.B. nur Skype-Server.
  • Ich dach­te bis­her bei dem Begriff Web­RTC bis­her pri­mär an „Sky­pe ohne Über­wa­chungs­in­fra­struk­tur direkt im Brow­ser“. Aber abs­trakt gese­hen geht es um direk­ten Aus­tausch belie­bi­ger Daten zwi­schen Brow­sern. Das eröff­net ein gewal­ti­ges Feld an neu­en Möglichkeiten.

Ich glau­be, wir wer­den in Zukunft vie­le Diens­te mit die­ser Tech­nik sehen, wel­che die Gren­ze zwi­schen Desk­top- und Brow­ser-Anwen­dung wei­ter ver­wi­schen werden.

Vom Ver­such, mich zu kaufen

Neu­lich habe ich fol­gen­de E‑Mail erhal­ten, um Wer­bung zu machen, die nicht als Wer­bung gekenn­zeich­net wer­den sollte.

Hal­lo Herr Klingler,

wir sind ein unab­hän­gi­ger Fern­bus­ver­gleich, [ URL ], der die bes­ten Ange­bo­te für die Wunsch­stre­cke anzeigt. Auch Umstei­ge­mög­lich­kei­ten haben wir mitt­ler­wei­le im System.

Mit gro­ßem Inter­es­se haben wir Ihren Arti­kel „Fern­bus­se in Deutsch­land” gele­sen. Wäre es denn mög­lich nach­träg­lich noch erwähnt zu wer­den? Ger­ne kön­nen wir dafür auch eine klei­ne Auf­wands­ent­schä­di­gung anbie­ten. Wir dach­ten hier an 50 Euro.

Freund­li­che Grüße
[ Name ]

Ich fra­ge mich, wie vie­le Blog­ger wohl auf sol­che Anfra­gen ein­ge­hen und wie viel Schleich­wer­bung ich wohl schon gele­sen habe, ohne es mit­zu­be­kom­men. Tja.

Ruby on Rails, i18n: Feh­len­de Übersetzungen

Pro­blem: In einem Ruby on Rails-Pro­jekt wur­den eini­ge Über­set­zun­gen nicht gefun­den. Obwohl alles kor­rekt in den i18n-loca­le-Datei­en ein­ge­tra­gen war, die auch alle gela­den wurden.

Lösung: i18n-Loca­le-Datei­en wer­den in Rails sequen­ti­ell ein­ge­le­sen. Datei für Datei. Wird ein neu­er Schlüs­sel gefun­den, wird die­ser defi­niert. Ist der Schlüs­sel aber schon vor­han­den, wird er über­schrie­ben. Gibt es also meh­re­re Schlüs­sel in meh­re­ren Datei­en (oder in einer Datei, das lie­fe auf das glei­che hin­aus), sind in der Anwen­dung nur die­je­ni­gen Über­set­zun­gen des­je­ni­gen Schlüs­sels vor­han­den, der zuletzt ein­ge­le­sen wur­de. Fies.

 

Ruby on Rails: perform_caching und Flash-Meldungen

Bei einem Ruby-on-Rails-Pro­jekt funk­tio­nier­te lokal alles — aber in der Umge­bung pro­duc­tion (unter nginx) ver­schwan­den die Flash-Mel­dun­gen (zum Bei­spiel nach dem Log­in über Devi­se) nicht mehr — bezie­hungs­wei­se erst, als eine Sei­te gerän­dert wur­de, die von einem ande­ren Con­trol­ler ver­wal­tet wird.

Da das Pro­jekt Devi­se teil­wei­se per Ajax nutzt und die eini­ge Flash-Mel­dun­gen selbst aus­gibt, dach­ten wir erst an alles ande­re; bis wir, als uns nach etli­chen Stun­den Debug­ging lang­sam die Optio­nen aus­gin­gen, wir ein­fach mal den Inhalt der deve­lo­p­ment- und pro­duc­tion-Datei­en in config/environments aus­tausch­ten. Und sie­he da, das Pro­blem war weg.

Der Grund des Pro­blems war fol­gen­de Einstellung:

config.action_controller.perform_caching = true

Nach­dem wir sie in pro­duc­tion auf fal­se gesetzt haben, funk­tio­nier­ten die Flash-Mel­dun­gen wie­der.  Rück­bli­ckend ist das eigent­lich klar, aber dar­auf zu kom­men, hat gedauert.

Mer­ke daher: Gibt es Pro­ble­me mit dem Anzei­gen von Flash-Mel­dun­gen, immer auch an die­se Caching-Ein­stel­lung denken.

Hack­ing-Tour durch Afrika

Auf dem heu­ti­gen Open Tech School-Tref­fen habe ich von dem Afri­ka Hack Trip 2013 erfah­ren. Neun Hacker reis­ten inner­halb von fünf Wochen durch vier afri­ka­ni­schen Län­der und ver­netz­ten sich dort mit der Tech-Szene.

Der Vor­trag hat Appe­tit auf mehr gemacht (im Blog sind auch ähn­li­che Foli­en dazu) und ich emp­feh­le allen, mal durch die Web­sei­ten zu stö­bern. Und ins­be­son­de­re durch das Blog, in dem ich mich gera­de über inter­es­san­te tech­ni­sche und sozia­le Ent­wick­lun­gen fest­le­se, über die ich bis­her nir­gends etwas gele­sen habe.

(Ich habe gera­de das drin­gen­de Bedürf­nis, das für Süd­ame­ri­ka zu machen. Aber viel­leicht kom­me ich lie­ber erst­mal kom­plett in Ber­lin an^^ ;-)

Hob­by-Foto­gra­fen­fin­der für Blogger

Auf dem letz­ten BlogUp Ber­lin-Tref­fen habe ich am Ran­de auch von der Schwie­rig­keit man­cher Blog­ger erfah­ren, (Hob­by-) Foto­gra­fen zu fin­den. Etwa für Mode- oder Lokalblogs.

Schnell ging mir durch den Kopf: Es fehlt eine ein­fa­che Platt­form, auf der Hob­by-Foto­gra­fen Pro­fi­le anle­gen kön­nen, um von Blog­gern oder ande­ren gefun­den wer­den zu kön­nen. Die Blog­ger erhal­ten gute Bil­der und die Hob­by-Foto­gra­fen kön­nen ihre Krea­ti­vi­tät auch mal in ande­rem Umfeld austoben.

Auf die schnel­le habe ich kei­ne sol­che Platt­form gefun­den. Wahr­schein­lich muss sie noch erstellt wer­den. Ich wür­de mich direkt auf einer sol­chen anmelden.

Also, wer hat hier gera­de zu viel Zeit?

Aro­ma­kaf­fee

Meis­tens trin­ke ich Kaf­fee mit Milch und Zucker, aber manch­mal erset­ze ich auch den Zucker durch Sirup. Bei man­chen Sirup-Sor­ten wird der Kaf­fee aber oft zu süß, will man das Aro­ma etwas stär­ker schmecken.

Vor einem Jahr habe ich die Lösung dafür in Erlan­gen bei König­manns Kaf­fee­rös­te­rei gefun­den: Man gibt das Aro­ma direkt bei (oder nach?) dem Rös­ten dazu. Die Kaf­fee­boh­nen neh­men das Aro­ma auf und der Kaf­fee erhält eine gewis­se (Nuss‑, Orange‑, Vanille‑, Schokoladen‑, usw.) Note. Ohne Zucker­zu­satz. Die Süße kann damit unab­hän­gig vom Aro­ma beein­flusst werden.

Wer also auch ab und zu Sirup zu Kaf­fee ver­wen­det, soll­te den Begriff „Aro­ma­kaf­fee“ im Hin­ter­kopf behal­ten und sol­chen mal pro­bie­ren, wenn sich die Gele­gen­heit dazu bietet.

Wahr­schein­lich wird dies aber eher sel­ten der Fall sein, wenn man nicht direkt danach sucht. Nach mei­ner Erfah­rung gibt es die­sen Kaf­fee nur in sehr weni­gen Rös­te­rei­en. Also Augen auf und wie ich immer wie­der in Cafés nach­fra­gen, dann zieht das Ange­bot viel­leicht irgend­wann mit.

(Und bis dahin kann man auch mal Online-Shops aus­pro­bie­ren; die oben erwähn­te Rös­te­rei hat auch einen. Oder mir Bescheid geben, dann brin­ge ich mal wie­der eine Lie­fe­rung nach Darm­stadt oder Ber­lin mit :-))

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